Bevor es nun weiter geht uebers Ruhrgebiet und Sueddeutschland nach -vermutlich- Frankreich und dann nach Spanien geht, wollte ich doch noch die restlichen Skandinavien Bilder loswerden.
Mein noerdlichster Punkt der Reise war etwas oberhalb des Polarkreises. Wenn das Wetter halbwegs brauchbar gewesen waere, haette ich mich dort auch gern laenger aufgehalten, vor allem im Oulanka Nationalpark. Aber nachts hatte es bisweilen 2°C, das ist schon sportlich. Dabei ist es nicht in erster Linie die Kaelte in der Nacht, das geht ganz gut. Viel unangenehmer ist es, wenn es tagsueber kalt oder windig oder regnerisch ist. Eine Kombination aus den dreien hat mich dann bewogen, weiter in den Sueden zu fahren, sprich nach Schweden.
Das Weihnachtsmann Dorf war jetzt nicht so richtig spannend, da bin ich flott weiter. Ich hatte auf schwedischer Seite noch einen kurzen Halt in Luleå eingelegt. Da wehte aber eine derart zteife Brrrise, dass ich nach einer kurzen Kirchenbesichtigung flott wieder weiter musste.
In Schweden sind mir richtig oft Rentiere begegnet. Wenn man in Deutschland ein Schild Wildwechsel sieht… naja, geht man ernsthaft vom Gas? In Finnland und Schweden muss man die Augen ueberall haben, dauerhaft. Die Kollegen springen gern direkt vor einem auf die Strasse.
Nach einer „freigestandenen“ Nacht in Schweden hatte ich dann einen tollen Campingplatz. Umgeben von Seen, mit Kueche, umsonst duschen, fuer nur 10€ / Nacht. Toll. Da wollte ich bleiben.
In der zweiten Nacht hat es mir dann aber fast mein Beistell-Zelt weggeweht, trotzdem es am Boden angetackert war. Das ist halt der Nachteil, wenn man auf einer Halbinsel ist. Egal aus welcher Richtung der Wind kommt, man bekommt ihn auf jeden Fall ab.
Ich bin dann weiter in den Sueden, vorbei an den Waldbraenden. Davon hab ich allerdings nicht viel zu sehen bekommen. Zwei-drei Kilometer am Strassenrand, mehr war es nicht. Aber das sah schon sehr trostlos aus.
Je weiter man in den schwedischen Sueden kommt, um so mehr sieht es aus, wie eine Mischung aus Bullerbü und Hobbingen. Und je weiter man in den schwedischen Sueden kommt, um so voller wird es. Die Ortschaften kommen in deutlich kuerzeren Abstaenden. Es gibt weniger Wald und mehr Weide. Konnte man in Nord- und Mittelschweden noch an jeder zweiten Ecke einen Platz zum Uebernachten finden, war das im suedlichen Schweden ueberhaupt nicht mehr der Fall. Ok, ich haette vielleicht mal in Park4Night schauen koennen. Ich hab dann aber auch ohne Park4Night einen sehr guten Uebernachtungsplatz in einem Wald gefunden und bin am naechsten Tag zur Faehre.
So, und jetzt hab ich eine Woche herumgegammelt und meinen Warcraft-Priester auf 120 hochgelevelt. Nun muss es auch wieder losgehen. Jetzt im Moment sitze ich bei meiner Mama auf dem Sofa und verbrate das restliche Datenvolumen vom mobilen Router, morgen verfaellt es eh. 🙂
Ich werde noch ein paar Freunde besuchen, mit Bruederchen und Mama essen gehen und am Dienstag dann weiter in den Sueden fahren. Vielleicht an die Mosel. Am Samstag hole ich Ute vom Baseler Flughafen ab und dann geht es weiter nach Fronkraisch.
