I’m walking…

Nein, Benzin hatte ich genug…

Segeberger Staatsforst, der naechste Morgen. Kurz nach 4 Uhr, die Voegel wecken mich. Ich krame mein Zeugs im Dachzelt zusammen und will die Sachen im Auto verstauen. Auto laesst sich nicht ueber Keyless-Go oeffnen, Schluessel aus dem Etui gepuhlt, auch mit dem Knopf will das Auto nicht aufgehen.

Haha, aber der m. ist ja schlau und hat sogar den Ersatzschluessel dabei und den sogar ueber Nacht im Dachzelt gehabt. Also Ersatzschluessel -> nix. Batterie leer? In beiden Schluesseln?

Haha, aber der m. ist ja schlau und hat eine Knopfzelle dabei. Messer raus, Schluessel auf, Batterie gewexelt -> nix. Auch die Ersatzknopfzelle ist leer? Hm.

Die Schloss-Abdeckung vom Tuergriff abgepuhlt und das Auto mit dem Bart aufgemacht. Auto hat Strom, das ist es also nicht. Nur, ohne Zuendschloss ist auch nix mit losfahren. Kurz mit der Welt, meinem Leben und Kack-Technik-Dreck-%$&&$$§“-shice-Mist-Kack gehadert. Das Navi vom Auto genutzt um die naechste Tanke zu finden, Bockhorn, Aral, 4 km, ok, das geht ja noch. Den Schotterweg hoch, rechts, grosse Kreuzung links. Tasche packen, auf.

Ok, ich hoer Euch schon : „Etwas Bewegung tut Dir mal ganz gut.“ Na klar, isso. Aber auf blauen Dunst hin, um kurz nach 4 Uhr, 4 km durch die Pampas latschen, nicht wissend, ob die Dorftanke am Sonntag ueberhaupt auf hat, nicht wissend ob es ueberhaupt die Knopfzelle ist, dann 4 km zurueck. Vor dem ersten Kaffee (nicht dabei) und dem Fruehstueck (nicht dabei). Da tut Bewegung nicht soo gut, zumindest mental.

Na gut, es hat dann geklappt, der Fussweg, das Wechseln der Knopfzelle, gleich in beiden Schluesseln und der Rueckweg. Die Karre liess sich beim ersten Mal allerdings auch nur mit dem Oeffnen-Knopf des Schluessels oeffnen, nix Keyless.

Mir zeigt das nochmal, dass je weniger Schnick desto Schnack. Keyless Gedoens ist bequem, aber auch echt unnoetig. Oder Abstandstempomat, ist auch schoen, aber wenn der Sensor zickt oder keine Sicht hat, gibts gar keinen Tempomaten. Dann lieber einen normalen, nicht adaptiven Tempomaten. Volkwagen DSG, das nach 30 tkm anfaengt miese zu schalten. Und dann sagt der Freundliche zu mir : „Ja, das ist ein lernendes System, das analysiert, wie Sie fahren und dann ….“ „Dann was? Dann lernt es Scheisse zu schalten? Geilomat, brauch ich.“

Nene, mein eigenes, privates Auto soll bitte kein Keyless-Go haben, keinen adaptiven Tempomaten – aber bitte einen normalen Tempomaten – kein Automatikgetriebe, schon gar nicht im mittelschweren Haengerbetrieb mit Wohnwagen und ansonsten nix. Keinen Spurhalte-Nazi, nix.

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