Segeberger Staatsforst

Endlich mal wieder vor die Tuer. Der Anhaenger hatte mir in letzter Zeit etwas Sorgen gemacht, das Dachzelt um genau zu sein, aber nun ist alles wieder chico und ausgehfein, also los gehts.

Grobe Richtung Wildpark Eekholdt, da war etwas Wald drumherum soweit ich mich erinnere. Also Navi programmiert und auf. Ah, A7 Richtung Norden gesperrt, ok, dann dem Navi die Autobahnroute ausgetrieben und ueber die Doerfer gefahren. Sonne, Fenster runter, Dach auf, geil.

Bei Eekholdt gibt es offenbar auch Stellplaetze fuer Wohnmobile. Kurz ueberlegt, ob ich mich dazu stellen soll, mich aber dagegen entschieden. Noch ein bissel herumgegurkt, auch um etwas Zeit ins Land gehen zu lassen. Wenn man einen Bookdockingplatz sucht, sollte man dort nicht zu frueh auftauchen, im Zweifelsfall den Platz kurz sondieren und nochmal wegfahren.

Aber es war nichts zu finden, keine Wanderparkplaetze, keine Moeglichkeiten von den Landstrassen abzubiegen. Nichts. Fuer solche Situationen ist das Setup mit Dachzeltanhaenger nicht soo optimal. Da waere ein Stealthcamper besser. Dann kann man sich am Wochenende zur Not auf einen Schulparkplatz stellen oder in der Woche am lokalen Fussballplatz oder vor der Kirche. Aber hier waere auch das nicht moeglich gewesen. Keine Haltemoeglichkeiten, nur Wald und Acker, bestenfalls mal eine Parkplatzausbuchtung an der Landstrasse.

Zwischenzeitlich einmal an einer der Parkbuchten angehalten und die neuen Riffelblechkotfluegel gecheckt. Nicht, dass sich da was loest und losrappelt, aber alles bombenfest.

Dann endlich ein Wanderplatz. Also Einkehrschwung. Schotter, nach 20m ein Zeltplatz, recht gut bevoelkert, 10-12 Autos auf dem Schotterweg, die offenbar alle zum Zeltplatz gehoerten. Kein Campingplatz, sondern nur eine Zeltwiese, keine Moeglichkeit mit dem Anhaenger drauf zu kommen, Schranke, nur Bodenzelte. Ich haette mich auch nicht unter die Coronapartypeople mischen wollen.

Na gut, Gespann abstellen, Fussmarsch, weiter den Schotterweg entlang durch den Wald. Offenbar ein Forstweg, ein grosser Anhaenger mit Baumstaemmen. An der naechsten Kreuzung war genug Platz um Auto und Haenger an den Rand zu stellen, also Rueckmarsch und Gespann holen.

Dann noch ein bissel zu Fuss durch den Wald, Kindle dabei, vielleicht gibts ja eine Bank. Nein, gibt es nicht. Die Wege im Segeberger Staatsforst sind wie mit dem Lineal gezogen, schnurgerade, auch die vom Hauptweg abgehenden Wege sind dann ihrerseits wieder gerade. Das ist kein Wandergebiet, das ist Nutzforst. Und Baenke gibt es auch nicht.

Also auf einen umgekippten Baum gesetzt und etwas gelesen. Ein paar Rehe sind in der Naehe herumgeschlichen, ein grosser Greifvogel – keine Ahnung welcher – ist im Tiefflug durch die Baeume geflogen, Voegel, richtig lautes Vogelgezwitscher. Keine Leute. Herrlich.

Gegen 23 Uhr das Dachzelt hochgeklappt und um 4 Uhr wieder von den Voegeln wecken lassen. In der Nacht war es etwas frisch, aber mit dem neuen Schlafsack nicht kalt. Das boese Erwachen kam dann erst spaeter, als ich das Auto aufschliessen wollte, aber das gibts im naechsten Blog.

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