Es ist 1 Uhr nachts. Der Wagen steht auf Deck 7, der Wagen steht auf Deck 7, nicht vergessen: Deck 7. Ich selbst bin auf Deck 12, im Raum mit den Ruhesesseln. Der Rucksack ist in einem Spind verstaunt. Kindle, Lesebrille, Wasserflasche, Pulli. Ich nehme mir einen Sitz in der ersten Reihe, genug Platz fuer die Beine. Kann nix mehr schief gehen. Kindle an, Game of Thrones 1 bis 10.
„Hey hey“ kommt es von hinten. Ich hey zurueck. Der Kollege nestelt an seinem Rucksack und dann an seinen Schuhen herum. Spaeter stelle ich fest, dass er da barfuss sitzt, immerhin sahen seine Hobbitfuesse frisch gebuerstet aus.
Ich lese. Kollege Samweis hinter mir ist fertig mit nesteln. Und faengt punktum an zu Saegen. Der Typ hat keine halben Sachen gemacht, der hat den finnischen Mischwald zerspant und dabei klar gemacht : Hier ist einer, der war frueher im Sahara-Geschaeft.
Na sauber. Eddart ist inzwischen die Hand des Koenigs geworden.
Ich hab nicht viel geschlafen. Das Schiff war auch abgesehen von Samweis ziemlich laut und rummelig. Die Aufzuege, direkt neben dem Raum mit den Ruhesesseln, machen bei jedem Oeffnen und Schliessen „Plong PLING“. Eine Etage tiefer hat einer der Trucker im Feinrippunterhemd an einem Geldspielautomaten gezockt. Das Groschengrab war nicht so wild, aber der Zocker brauchte alle 30 min Nachschub und der Geldwechselautomat hat ein gewaltiges Getoese gemacht. Der Koenig wurde in der zwischenzeit vom Keiler aufgespiesst und Eddart wurde gekoepft.
Aber hey (hey), ist so, und ist der Beginn der Reise, also was solls. Das Spiel ging in der zweiten Nacht exakt so weiter, Feinripp brauchte Muenzen, Samweis hat gesaegt, der Koenigsmoerder wurde von Eddarts Sohn gefangengenommen und Arsa konnte fliehen.
Alles gut. 🙂
Beim Rausfahren habe noch ich festgestellt, dass Helsinki gar nicht der Heimathafen der Finnlady ist.

